Bericht von der Tour de Energie von den Terrassen

Die Tour de Energie von den Terrassen am 25.04.2010 war ein Test für mein Saisonhighlight dem Dreilaendergiro Ende Juni in Nauders. Ich bin bereits am Samstag angereist um Tags zuvor meine Fitness am Brocken und am Wurmberg zu testen. Der Test lief meines erachtens recht gut, da ich die 9 Kilometer und 500 Höhenmeter zum Brocken in ca. 54 Minuten bewältigt habe.
Gut gelaunt stand ich also am Start und dachte nochmal über die gestrige Zeit am Brocken nach. Bei der Tour de Energie sind ca. 80 Kilometer bei 900 Höhenmeter zurück zu legen. Mit der Zeit vom Brocken im Anstieg und ca. 30 km/h im Flachen droht der Besenwagen erheblich! Dies drückte meine Stimmung chon etwas.
Pünktlich um 10:00 Uhr begann der Start des ersten Blocks. Mein Startblock wurde dann etwas später gestartet. Die Tour beginnt noch neutralisiert mit einer Abfahrt von den Zietenterrassen durch den Stadtkern zur Stadtgrenze. Hier findet dann der eigentliche fliegende Start statt. Die ersten Kilometer lies ich es ruhig angehen und wurde durch etliche andere Radrennfahrer überholt. Nach 1o Kilometer begann der erste Anstieg an dem ich von weiteren Fahrern überholt wurde. Auf der Hälfte hörte ich jemand sagen: „Guck dir mal den Besenwagen“ und sah 50 Meter hinter mir den großen Reisebus für die zurückgefallenen Fahrer.
Bei Ansicht des Besenwagens sank meine Stimmung nochmehr und seitdem hatte ich ständig das gefühl gehetzt zu sein.
Die Abfahrt nach Hannoversch Münden hat sehr viel Spaß gemacht und im Wesertal habe ich eine Gruppe gefunden, mit der ich sehr gut mithalten konnte. Am zweiten Anstieg habe ich die Gruppe ziehen lassen um im eigenen Tempo den Berg hochzuradeln. Der Besenwagen war mitlerweile auch nicht mehr zu sehen was meine Stimmung wieder etwas steigen lies. Am Berg gab es dann die erste Verplegung und aufgrund des heißen Wetter habe ich dann zwei Becher von einem Getränk getrunken was mir gleich auf den Magen geschlagen ist.
Die folgende Abfahrt und den Weg zum Hohen Hagen musste ich leider alleine fahren was mich so sehr ausgelaugt hat, dass ich beim anschließenden Anstieg zm Hohen Hagen zweimal kurz schieben musste. Die gefährliche Abfahrt vom Hohen Hagen war Einzelfahrer problemlos zu fahren. Die letzten 10 Kilometer waren ständig durch das Gefühl geprägt, wann muss ich übergeben bzw. wann kommt der Krampf im Muskel. Beides konnte ich aber noch bis zum Ziel verhindern und kam nach 3:34:18 und auf Platz 1657 ins Ziel. Ich hab es geschafft noch ganze 13 Personen hinter mir zu lassen.

Mein Ziel die Tour de Energie zu finishen und damit für den Dreiländergiro gewappnet zu sein habe ich knapp geschafft. Die Tour hat mir aber auch schwachstellen aufgezeigt, an denen ich bis Ende Juni noch dringend arbeiten muss.